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Hailuo 3.0 bei Runway: 2K-Video mit nativem Audio

Darius Z. Von Darius Z. Aktualisiert: 9 Min. Lesezeit
Filmstudio mit virtuellem Kamera-Rig und schwebenden Videoframes als Illustration der KI-Videogenerierung mit Hailuo 3.0

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Runway hat MiniMax H3 in sein Regal fremder Modelle gestellt — in MiniMax’ eigener App läuft dasselbe Modell unter dem Namen Hailuo 3.0. Zum Start legte Runway ein Angebot über unbegrenzte Generierungen für neue Max-Abonnenten dazu, das am 23. August 2026 auslief. Seitdem rechnet Runway das Modell wieder ganz normal in Credits ab.

Hailuo 3.0 ist MiniMax’ omni-modales Videomodell, vorgestellt am 31. Juli 2026. Ein einziger Transformer liest Text, Bild, Video und Audio gemeinsam und gibt Clips mit bis zu 2K-Auflösung bei 24 fps zurück — der Stereoton steckt bereits darin. Die Clips laufen 4 bis 15 Sekunden, und MiniMax verlangt $0.13 pro Sekunde 2K-Video.

Wichtige Erkenntnisse

  • Runway hat Hailuo 3.0 in sein Angebot fremder Modelle aufgenommen, verfügbar ab dem bezahlten Standard-Tarif und in Credits abgerechnet, 15 pro Sekunde in 2K; das Startangebot mit unbegrenzten Generierungen für neue Max-Abonnenten endete am 23. August 2026
  • MiniMax H3 und Hailuo 3.0 sind ein Modell: ein omni-modaler Transformer, der Video und Stereoton im selben Durchlauf liefert, ohne separate Vertonungsstufe
  • Die Ausgabe erreicht 2K bei 24 fps für 4 bis 15 Sekunden, und eine Generierung nimmt bis zu 12 Referenzdateien an: höchstens 9 Bilder, 3 Videoclips und 3 Audiodateien
  • MiniMax verlangt $0.13 pro Sekunde bei 2K, rund $7.80 pro Minute; Artificial Analysis maß Kling 3.0 bei etwa $20.16 und Seedance 2.0 bei etwa $22.45 pro Minute in 1080p
  • Am 3. August 2026 hat MiniMax die Gewichte von H3-Base veröffentlicht, einen dichten Transformer mit 33 Milliarden Parametern, unter einer Community-Lizenz für Organisationen unter $20M Umsatz, die USA, EU, UK und Südkorea vom Geltungsgebiet ausnimmt

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Hailuo 3.0 gibt es nur nach Verbrauch oder im bezahlten Runway-Tarif. Kling AI hat einen kostenlosen Basic-Tarif mit 66 Credits pro Tag und ohne Kreditkarte — der Direktvergleich kostet Sie also nichts.

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Hailuo 3.0 bei Runway: Tarife und Credits

In Runways Tools und Workflows taucht Hailuo 3.0 für alle auf, die einen bezahlten Tarif ab Standard haben. Das Angebot mit unbegrenzten Generierungen war enger geschnitten: Es galt nur für neue Max-Tarife und endete am 23. August 2026. Die Bedingungen standen nicht im Banner, sondern auf einer eigenen Hailuo-Terms-Seite.

Runway rechnet das Modell in Credits ab. Eine Sekunde in 2K kostet 15 Credits, in 768p sind es 10. Jede Bildreferenz schlägt mit 2 Credits zu Buche, Videoreferenzen mit 13 Credits pro Sekunde Referenzmaterial, Audioreferenzen kosten nichts. Generierungen laufen bei Runway 5 bis 15 Sekunden, voreingestellt sind 5.

Ist der Clip einmal da, bleibt er im Haus. Sie können ihn ins Edit Studio holen und dort mit Aleph 2.0 verändern oder auf 4K hochskalieren.

Das Startangebot ist ausgelaufen

Runways Angebot über unbegrenzte Generierungen für neue Max-Tarife endete am 23. August 2026. Hailuo 3.0 bleibt ab dem bezahlten Standard-Tarif verfügbar, jetzt zur normalen Credit-Abrechnung: 15 Credits pro Sekunde in 2K, 10 in 768p.

Was bringt omni-modal in der Praxis?

MiniMax’ Argument für H3 lautet: ein Netz für alle Modalitäten statt einer Kette von Spezialmodellen. Die Ankündigung nennt es „ein universelles omni-modales Generierungsmodell“, und praktisch heißt das: ein KI-Videogenerator mit nativem Audio. Derselbe Transformer nimmt Text, Bilder, Video und Ton entgegen, und das Video, das zurückkommt, trägt den Stereoton schon in sich — Dialog, Effekte, Raumklang. Nachträglich vertonen oder synchronisieren muss niemand mehr.

Am deutlichsten zeigt sich dieser Aufbau im Referenzsystem. Eine einzelne Generierung nimmt bis zu 12 Referenzdateien an: höchstens 9 Bilder, 3 Videoclips von je 2 bis 15 Sekunden und 3 Audiodateien. Weil ein einziges Modell alles zusammen liest, kann das Gesicht aus einem Standbild stammen, die Kamerafahrt aus einem Videoclip und die Stimme aus einer Tonspur — alles in derselben Generierung. Keyframes sind die Ausnahme: Sie lassen sich nicht mit Referenzen kombinieren.

Runways Dokumentation setzt genau auf dieses Verhalten. Ihre Beispiele: eine Figur im Referenzvideo gegen ein Motiv aus einem Bild tauschen, während die ursprüngliche Kamerabewegung erhalten bleibt, oder eine Generierung im Takt einer Audioreferenz erzählen lassen. Sie beschreiben die Änderung in normaler Sprache, statt Parameter einzustellen. Die Seitenverhältnisse reichen von 21:9 bis 9:16, dazu kommt eine adaptive Option.

2K / 24 fps Maximale Ausgabe
15 s Längster Einzelclip
$0.13/s MiniMax-API-Preis bei 2K
12 Referenzdateien pro Generierung

Was kostet eine Minute Hailuo 3.0?

MiniMax verkauft H3 über die eigene API nach Verbrauch, ganz ohne Abo-Stufe. 2K-Video kostet $0.13 pro Sekunde, macht rund $7.80 pro Minute. Die ersten fünf Referenzbilder einer Generierung sind frei, jedes weitere kostet $0.04. Audioreferenzen kosten nichts. Eine günstigere 768p-Stufe zu $0.09 pro Sekunde steckt noch in der geschlossenen Beta.

Der Preis ist der Vergleich, den MiniMax provozieren will. Rund $7.80 pro Minute bei 2K stehen in der Auswertung von Artificial Analysis gegen etwa $20.16 für Kling 3.0 und $22.45 für Seedance 2.0, beide in 1080p.

Minutenpreise der jeweiligen API, erhoben von Artificial Analysis, August 2026.

Modell Auflösung Kosten pro Minute
Hailuo 3.0 (MiniMax H3) 2K ~$7.80
Kling 3.0 1080p ~$20.16
Seedance 2.0 1080p ~$22.45

Derselbe Durchlauf bei Artificial Analysis setzte H3 auf Platz eins beim Video-Editing, auf Platz zwei bei Text-zu-Video und auf Platz drei bei Bild-zu-Video. Ein Leaderboard, eine Auswertung. Eine Platzierung sagt weniger aus als das, was ein Modell mit den Prompts anstellt, die Sie tatsächlich beschäftigen. Wer eine Plattform statt eines rohen Modells sucht, findet in unserem Vergleich der besten KI-Videogeneratoren Preise und Gratis-Tarife neben der Qualität.

Die Open Weights von MiniMax H3 liegen auf dem Tisch

Drei Tage nach der Ankündigung, am 3. August 2026, hat MiniMax die Gewichte von H3-Base veröffentlicht: ein dichter Transformer mit 33 Milliarden Parametern, unter einer MiniMax Community License, die kommerzielle Nutzung für Organisationen mit weniger als 20 Millionen Dollar Umsatz erlaubt, gegen Namensnennung.

Zwei Dinge dämpfen das. Die Lizenz nimmt die USA, die Europäische Union, das Vereinigte Königreich und Südkorea aus ihrem Geltungsgebiet aus: Wer dort sitzt, darf die Gewichte ohne gesonderte schriftliche Genehmigung von MiniMax weder herunterladen noch lokal betreiben — eine Einschränkung, die das Unternehmen mit seinem laufenden Hollywood-Urheberrechtsstreit und den entstehenden KI-Regeln dieser Märkte begründet. Und offene Gewichte sind weniger als Open Source: Trainingscode und Datengrundlage hinter dem Modell bleiben unveröffentlicht.

Für Deutschland und Österreich heißt das konkret: Als EU-Staaten fallen sie unter diesen Ausschluss, ein lokaler Betrieb der Gewichte ist dort ohne gesonderte Genehmigung nicht lizenziert — der Zugang über die MiniMax-API und über Runway bleibt davon unberührt.

Info: Open Weights, nicht Open Source

MiniMax hat die Parameter von H3-Base veröffentlicht, nicht den Trainingscode und nicht den Datensatz. Die Community-Lizenz knüpft die kommerzielle Nutzung an eine Umsatzgrenze und eine Pflicht zur Namensnennung, und ihre Gebietsklausel schließt die USA, die EU, das Vereinigte Königreich und Südkorea vom lokalen Betrieb aus — lesen Sie die Lizenz, bevor Sie etwas darauf aufbauen.

Aus dem Abo wird ein Modell-Kaufhaus

Runways Changelog liest sich inzwischen wie ein Katalog fremder Labore. Kling 3.0, Sora 2 Pro, Nano Banana 2 und Seedance 2.0 stehen neben Runways eigenem Gen-4.5, und Hailuo 3.0 reiht sich ein. Verkauft werden heute Zugang und Workflow rund um Modelle, die Runway nicht selbst trainiert hat. InVideo fährt dieselbe Strategie mit über 200 Modellen in einem Abo.

Für alle, die Video produzieren, wiegt das Audio schwerer. Ein Modell, das den Ton im selben Durchgang mitliefert, streicht einen Arbeitsschritt, der früher einen zweiten Generator, eine Timeline und einen Sync-Durchlauf bedeutet hat. Kling AI erzeugt Bild und Ton schon länger gemeinsam, und H3 landet im selben Feld, nur zu einem niedrigeren Minutenpreis. Solcher Druck bewegt Preise.

Dazu kommt das veröffentlichte Basismodell. Gewichte, die Organisationen unter 20 Millionen Dollar Umsatz außerhalb der ausgeschlossenen Gebiete selbst hosten dürfen, verschieben die Rechnung, was eine geschlossene API überhaupt noch verlangen kann. Lightricks hat dieses Argument Anfang August mit LTX-2.5 vorgetragen, ebenfalls unter einer umsatzgedeckelten Community-Lizenz. Zwei Open-Weights-Releases in zwei Wochen sehen nach Muster aus, und geschlossene Labore kalkulieren dagegen, ob sie es zugeben oder nicht.

Wer im DACH-Raum kommerziell damit arbeitet, hat noch eine Pflicht im Nacken: Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 des EU AI Act maschinenlesbare Herkunftsmarkierungen für KI-generiertes Video und Audio, Deepfakes brauchen zusätzlich eine sichtbare Kennzeichnung. Bei selbst gehosteten Gewichten — was hierzulande ohnehin eine gesonderte MiniMax-Genehmigung voraussetzt — sollten Sie vorab klären, wer diese Markierung setzt, denn über die API kommt sie in diesem Fall nicht mit.

Offen bleibt, ob H3 auch außerhalb eines Leaderboards trägt. Platz drei bei Bild-zu-Video und eine Einstellung, die Sie tatsächlich behalten würden, sind zwei verschiedene Prüfungen, und abgelegt ist bisher nur eine. Wer Begriffe wie omni-modal und Open Weights in Klartext nachlesen möchte, findet sie in unserem KI-Video-Glossar.

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Häufig gestellte Fragen

Sind MiniMax H3 und Hailuo 3.0 dasselbe Modell?

Ja. MiniMax H3 ist der offizielle Modellname, Hailuo 3.0 der Alias in MiniMax' App Hailuo AI. Beide Bezeichnungen meinen ein und dasselbe Modell, vorgestellt am 31. Juli 2026 als Nachfolger von Hailuo 2.3.

Ist Hailuo 3.0 Open Source?

Nicht ganz. MiniMax hat am 3. August 2026 die Gewichte von H3-Base veröffentlicht, einem dichten Transformer mit 33 Milliarden Parametern, unter der MiniMax Community License: kommerzielle Nutzung für Organisationen mit weniger als 20 Millionen Dollar Umsatz, gegen Namensnennung. Allerdings nimmt die Lizenz die USA, die EU, das Vereinigte Königreich und Südkorea von ihrem Geltungsgebiet aus. Trainingscode und Datensatz bleiben unveröffentlicht, und damit ist es ein Open-Weights-Release, kein Open Source.

Was kostet Hailuo 3.0?

Über die API von MiniMax kostet 2K-Video $0.13 pro Sekunde, also rund $7.80 pro Minute, abgerechnet nach Verbrauch und ohne Abo-Stufe. Eine 768p-Stufe zu $0.09 pro Sekunde steckt in der geschlossenen Beta. Bei Runway läuft die Abrechnung stattdessen über Credits: 15 Credits pro Sekunde in 2K und 10 Credits pro Sekunde in 768p, verfügbar in bezahlten Tarifen ab Standard.

Erzeugt Hailuo 3.0 auch den Ton?

Ja. Hailuo 3.0 liefert Video mit nativem Stereoton in einem einzigen Durchlauf: Dialog, Soundeffekte und Raumklang. Ein omni-modaler Transformer übernimmt beides, ein separater Vertonungs- oder Sync-Schritt entfällt. Zusätzlich können Sie eine Audioreferenz mitgeben, um Stimme oder Tempo vorzugeben.

Hailuo 3.0 oder Kling 3.0 — was lohnt sich mehr?

Beide Modelle erzeugen Video mit synchronem Ton, die praktischen Unterschiede liegen beim Preis und bei der Zugangsform. Artificial Analysis maß Hailuo 3.0 in einem Durchlauf mit rund $7.80 pro Minute in 2K gegen etwa $20.16 pro Minute für Kling 3.0 in 1080p. Kling AI verkauft Abos mit einem kostenlosen Tarif über 66 Credits täglich und bezahlten Tarifen ab $8.80 im Monat, Hailuo 3.0 gibt es nach Verbrauch über die MiniMax-API oder gebündelt in einem bezahlten Runway-Tarif.

Wie lang dürfen Hailuo-3.0-Videos sein?

Über die MiniMax-API zwischen 4 und 15 Sekunden, bei bis zu 2K-Auflösung und 24 Bildern pro Sekunde. Bei Runway liegt die Spanne bei 5 bis 15 Sekunden, voreingestellt sind 5 Sekunden. Alles darüber bedeutet, mehrere Generierungen aneinanderzusetzen.

Muss ich Hailuo-3.0-Videos in Deutschland kennzeichnen?

Sobald Sie sie veröffentlichen, ja. Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 des EU AI Act maschinenlesbare Herkunftsmarkierungen für KI-generiertes Video und Audio, Deepfakes brauchen zusätzlich eine sichtbare Kennzeichnung. Bußgelder reichen in der EU bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes. C2PA-Metadaten gelten als der führende Weg, die maschinenlesbare Pflicht zu erfüllen.


Quellen

  1. MiniMax H3 announcement - MiniMax, 31. Juli 2026
  2. Video Generation API reference - MiniMax Platform
  3. Pay-as-you-go pricing - MiniMax Platform
  4. Creating with Hailuo 3.0 - Runway Help Center
  5. Hailuo promotion terms - Runway
  6. Artificial Analysis benchmark thread - Artificial Analysis
  7. Runway changelog - Runway
  8. MiniMax-H3 license Q&A - Hugging Face, August 2026
  9. MiniMax H3 open weights exclude US, EU, UK, Korea from local deployment - TechTimes, 4. August 2026

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